Diese Mail erhielt ich heute
Heute erhielt ich einen Kettenbrief per E-Mail, mit der Bitte ihn weiterzusenden.
Gleichzeitig fand ich im Postfach auch diese Mail.
Ich denke es ist Grund genug, diese Mail hier auf meiner Website zu veröffentlichen.
Siegfried Müller
Hallo,
die Rundmail habe ich bekommen und möchte möchte Dir/Euch die folgende
Info dazu geben:
(da mit offenem Adressatenkopf gesendet wurde, kann ich an Euch alle
schreiben, einige kenne ich sogar persönlich)
Die meisten Rund-mails und Meldungen sind Falschmeldungen (HOAX), die
nur unsere Briefkästen vollstopfen und viele Energien in
unterschiedlicher Form in Wallung bringen.
Auf der web-Seite der Technischen Universität Berlin gibt es eine
Einrichtung, wo man sehr schnell nachschauen kann, ob das, was man
gerade bekommen hat, auf der "Hoax-Liste steht.
http://hoax-info.tubit.tu-berlin.de/hoax/
Dort steht zum Beispiel:
Es kursieren mehrere Kettenbriefe, in denen angeblich(!) für einen an
Leukämie erkrankten Menschen ein Knochenmarkspender gesucht wird.
Insbesondere einer dieser Kettenbriefe kursiert bereits seit November
2000 bis heute nahezu ungebremst.
Er kursiert seitdem mit unterschiedlichem Betreff (auch in
Kombinationen), z.B.:
Bitte wenigstens weitersenden!!
Blutgruppe AB-Rhesus negativ gesucht
Blutgruppe wegen Leukämie gesucht
Gesucht: AB-Rhesus negativ - Mit der Bitte wenigstens weiterzusende...
Knochenmarkspender/in mit Blutgrupe AB Rhesusfaktor negativ gesucht
Leukämieerkrankung - Bitte wenigstens weitersenden !!
u.v.a.
Die hier bekannt gewordenen Kettenbriefe dieser Art haben meist keinen
nachvollziehbaren realen Hintergrund.
Keine der in den Kettenbriefen mit Adresse und/oder Telefonnummer
enthaltenen Personen weiß etwas über die (möglicherweise ursprünglich
vorhandene) Empfängerin der Spende. Bitte verschonen Sie sie mit
Anfragen jedweder Art zu diesem Kettenbrief.
Es wird oft nach Spendern mit einer bestimmten Blutgruppe gesucht. Wer
selbst Leukämie (Blutkrebs) hat(te) oder enge Freunde oder Verwandte
hat, die betroffen sind, weiß, dass die Blutgruppe für eine Eignung als
Spender von Knochenmark (bzw. Blutstammzellen) irrelevant ist. Er/sie
würde also so etwas nicht in einen ernst gemeinten Aufruf schreiben.
In einigen Fällen ging die ursprüngliche Adresse in der Kette verloren
und die eines arglosen Weiterleiters nahm diesen Platz ein. Das ist
besonders übel für den/die Betroffene/n, weil nun der Eindruck entsteht,
er/sie habe Leukämie und/oder sei Verfasser/in dieses Kettenbriefs.
Dies betrifft vor allem Julia S. (PRint Agentur) sowie zwei Angestellte
der Uni-Klinik Regensburg und seit Sommer 2002 auch Heiko S. aus G.
Einige frühe Varianten (Ende 2000/Anfang 2001) der 'Toshiba'-Mails
enthalten auch die Adresse von Simona L. aus München, für die das
gleiche gelten dürfte. Die in etwas neueren Versionen enthaltene Adresse
<macgyler(at)gmx.at> existiert nicht (mehr?).
Mir liegt eine Mail von <Thoshiba(at)aol.com> vor (von Ende 2000), in
der der Absender mitteilt, dass dieser Aufruf durchaus ernstgemeint sei.
Ein geeigneter Nachweis der Seriosität dieses Spendenaufrufs steht
allerdings weiterhin aus.
Bitte sehen Sie unter allen Umständen davon ab mit Personen Kontakt
aufnehmen zu wollen, deren Telefonnummer oder Adresse in diesen
Kettenbriefen enthalten sind! Diese Leute werden z.T. seit Monaten oder
gar Jahren mit 50 und mehr Anrufen täglich(!) dafür abgestraft, dass sie
diesen Kettenbrief weitergeleitet haben. Es reicht...
Julia S. (bzw. ihr Arbeitgeber) und die Uni-Klinik Regensburg haben
unter den in dem Kettenbrief genannten Telefonnummern Bandansagen
geschaltet. Dort gehen noch heute täglich Dutzende von Anrufen ein.
Gerade dieses Beispiel illustriert, welche Gefahr Kettenbriefe in sich
bergen:
Sie sind nicht zu stoppen, wenn sie einmal in Umlauf sind. Personen, die
sie in bester Absicht weiterleiten und deren ihre Adresse und/oder
Telefonnummer vom E-Mail-Programm automatisch angefügt wird, werden
ihres Lebens nicht mehr froh. Sie werden wochen-, monate- oder gar
jahrelang mit Anfragen zu dem Kettenbrief belästigt. Sie müssen neue
Telefonnummern beantragen und all solche unangenehmen Dinge unternehmen
um wieder normal leben zu können. Dies sollte allen eine Warnung sein
Kettenbriefe nicht weiterzuleiten!
Weitere Kettenbriefe dieser Art
September/Oktober 2003: Kettenbrief 'Hilfe-Elisabeth'
Ein an Leukaemie erkranktes Kind von 8 Jahren soll angeblich einen
Knochenmark- bzw. Blutstammzellenspender mit Blutgruppe AB+ (siehe dazu
Anmerkung weiter unten) suchen. An die E-Mails ist meist eine Word-Datei
Hilfe-Elisabeth.doc angehängt (hier als PDF), in der eine E-Mail-Adresse
<hilfe.elisabeth(at)aon.at> angegeben ist. Diese Adresse existiert
nicht. Der Kettenbrief ist ein Hoax, eine Falschmeldung.
Nach Angaben des LKH Graz gibt es dieses Mädchen wirklich, es hat auch
Krebs, benötigt jedoch keine Knochenmarkspende. Der Kettenbrief war/ist
eine fehlgeleitete Aktion einer Verwandten des Kindes.
Beim Fall 'Tatyana' (aus dem Jahr 2000) gibt es noch einen anderen
Hintergrund: Besagte Dame hat wohl von sich selbst behauptet, sie hätte
Leukämie. Andere haben daraufhin diese Kettenbriefaktion gestartet, weil
sie ihr helfen wollten. Auch hier gibt es mindestens einen Fall, in dem
eine wohlmeinende Weiterleiterin (Petra G. aus Wien) zum Opfer vieler
Anfragen wurde, weil die ursprüngliche Absender-Adresse nachträglich
entfernt wurde. Bitte verschonen Sie sie mit Anfragen jedweder Art zu
diesem Kettenbrief.
Eine andere Situation besteht bei dem Aufruf 'Hilfe für Laura', der in
einigen Foren gepostet wurde. Hier besteht wohl ein realer Hintergrund,
allerdings ein tragischer: Laura ist im Januar 2000 verstorben.
Bitte verbreiten Sie diesen Aufruf nicht mehr weiter und sehen Sie bitte
auch von Nachfragen bei den angegebenen Kontaktadressen ab!
Soweit diese Mail.
Also Vorsicht mit unkritischem Weitersenden von derartigen Bitten um Verbreitung von Informationen.