Eine Frage über die man nachdenken sollte
Moral und soziale Verantwortung der Arbeitgeber
Hallo Chefs, Chefinnen, Unternehmer und Unternehmerinnen,
der Spruch, jeder hat eine Chance auf dem Arbeitsmarkt verdient, gilt wohl nicht für über 50 Jährige!?
Wie soll ich mir sonst erklären, dass ich immer noch keinen neuen Job habe?
Seit die Firma für die ich tätig war, in Insolvenz gegangen ist, geht es bergab.
Linkereien, dubiose Leihfirmen und unseriöse Angebote gibt es genug.
Wo ist die Moral der deutschen Unternehmer geblieben?
Wo die Nächstenliebe?
Wo sind die Unternehmer und Unternehmerinnen geblieben, die noch bereit sind soziale Verantwortung zu übernehmen und das ohne zusätzliche Hilfe des Staates?
Ich für meinen Teil suche genau einen solchen Arbeitgeber.
Leider habe ich das Gefühl, dass die längst ausgestorben sind. Was zählt, sind nur noch schwarze Zahlen, der Mensch soll sie erwirtschaften, aber nicht davon profitieren.
Mit freundlichen Grüßen, Christel Wallbruch
Die soziale Verantwortung der Arbeitgeber?
Ich verwende mal den Begriff \"Gesellschaftliche Verantwortung\" oder wenigstens \"Mitverantwortung\".
Diese wird nicht in die Wiege gelegt und ist auch nicht Bestandteil der BWL.
Verantwortung [die Unternehmerische] existiert nur im Sinne des Strebens eigenen Gewinn zu generieren.
Theoretisch und auch praktisch handelt jeder Mensch so, da in diesem Handeln die Verantwortung links und rechts des Weges nicht notwendig, nicht verlangt und auch nicht gelehrt wird.
Wenn ein Konkurrent seine Mitarbeiter weniger auszahlt, machen andere es ebenso nach - dies ist die Reduzierung auf den Begriff \"Wettbewerb\".
Fairness gibt es daher nicht mehr, da diese nicht verlangt und auch nicht durch Ordnungsrahmen vorgegeben werden. In einer Gesellschaft - auch in einer Kapitalistischen - sollte es einen Ordnungsrahmen aber geben, der gesamtgesellschaftlich im 21.Jahrhundert angebracht wäre.
Doch die politischen Verantwortlichen unterliegen heute dem Zuspruch und Förderung aus den Wirtschaftsverbänden und Interessengemeinschaften aller am Markt agierenden Kräfte.(Lobbyisten)
Der reine Wähler bekommt im Vorprozess nur die Personalie vorgegeben, die von diesen agierenden Kräften im Hintergrund manipuliert und lanciert wurden.
Kurzum: Die gegenwärtige schwarz-gelbe Koalition hat regelrecht den Auftrag zur Interessenwahrung dieser im Hintergrund agierenden Kräfte aus Finanz- und Wirtschaftsbreich. Betrachtet man die Vergangenheit des Wandels der SPD, so kann man klar erkennen, dass in Wahrheit die Wirtschaftsbosse (die Geldgeber) jede unkonforme Regierung bei uns in der Hand hat.
Auch ein Farbwechsel würde daher nicht viel ändern - sie alle können nur das verwalten, was aus der Wirtschaft und dem Volk in die Kasse des Finanzmisteriums landet. Und hier liegt großes Erpressungspotenzial. Schon allein die Drohung zur Auslagerung von Arbeitsplätzen, oder die Personalsteuerung zu Lasten der Ausbildung und Älteren genügt, um jede Regierung weich zu klopfen.
Mit Gerhard Schröder haben wir ein Beispiel für Verrat am Volk. Er hat bewiesen, dass man Unternehmen und Interessengruppen von gesellschaftlicher Verantwortung entlasten kann.
Frank Adler
Kommentar
Früher gab es einmal den Begriff der sozialen Marktwirtschaft.
Ich denke, heutzutage sind nicht einmal spärliche Reste davon übrig geblieben.
Was ist Ihre Meinung?