Der Mensch ist zur Freiheit verurteilt in einer Welt, die auch ohne ihn funktioniert.
Eine Welt, die auf keine bestimmte Lebensart festgelegt ist. Täglich betritt einer die Lebensbühne, die ein anderer verlässt.
Wer ist schon auf die Freiheit vorbereitet? Scheinexistenzen, die den Sinn des Daseins darin finden, durch Erfindungsreichtum eine Kultur herzustellen, die das Leben leichter macht. Eine Künstlichkeit, um gleichzeitig die Welt, die auch ohne den Menschen auskommt, zu vergessen.
Aber wie kann man etwas vergessen, was man ohnehin weiß? Durch Aggression? Krieg und Totschlag? Oder im ungebremsten Hedonismus?
So sind skrupellose Raffgier und Krieg keine Zufallsprodukte der Kultur. Im Gegenteil, sie sind folgerichtige Resultate des auf Wettbewerb ausgerichteten Menschen. Hätte der Mensch nicht die Fähigkeit sich abzufinden - würde er sich so entwickeln?
„Jedes Ding hat seinen Preis“, sagt der Volksmund.
Wenn schon das Glück nicht zu erlangen ist, so schützt doch wenigstens das Geld vor dem Unglück.
Beitrag von Dr. Mathias Knoll
Über mich: Lebe als Hausarzt im Sauerland. Zahlreiche Veröffentlichungen u.a. FAZ, Neue Züricher Zeitung, Deutsches Allgemeines Sonntagsblatt etc.
Betreibe gemeinsam mit Gerd Pater und Günter Preikschas das Kulturportal http://www.medeasy.de
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